MSV mit 17:8 Sieg gegen Salzgitter im Halbfinale

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Ein Alfred Hitchcock hätte am Verlauf des Landesliga-Kampfes des MSV gegen Salzgitter seine Freude gehabt. Bis zur letzten Kampfsekunde war es ein Bangen, ein Hoffen, ein Zittern. Und am Ende die pure Freude. Zwar hatte Eric Richter den letzten Kampf gegen Quasim Rezai mit 10:17 nach Punkten verloren, aber der Jubel kannte mit Abpfiff bei Zuschauern, Mannschaft und ihm am Ende keine Grenzen. Denn just in diesem Moment war der 17:8 Gesamt-Mannschaftssieg über Salzgitter unter Dach und Fach gebracht und der Einzug in das Halbfinale perfekt. Knapper konnte es dabei nicht zu gehen, wie Mannschaftsleiter Bernd Heller erklärt: „Eric traf im letzten Kampf auf einen saustarken Gegner. Er durfte aber gegen diesen mit nur maximal acht Wertungspunkten Unterschied verlieren. Wenn Eric einen einzelnen Punkt mehr abgegeben hätte, und das passiert bereits, wenn man mit der Fußspitze aus der Mattenbegrenzung tritt, hätte uns das den Halbfinaleinzug gekostet.“

Dass es bis zum Kampf von Eric Richter überhaupt noch die Chance auf den Halbfinaleinzug gab, war das Ergebnis einer herausragenden Teamleistung aller anderen Mannschaftsringer an einem denkwürdigen Abend. Martin Rößner kämpfte aufopferungsvoll gegen Lasse Schuldt und konnte einen klaren 0:10 Rückstand noch auf eine wesentlich knappere 6:10 Punktniederlage verkürzen. Bei den Superschweren wandelte Nico Günther gegen Oskar Trafala einen 0:4 Rückstand in einen 11:5 Punktsieg um. Same Mansouri zeigte eine starke kämpferische Leistung gegen Bilal Talik und gewann 7:4. Auch Hannes Vetter holte mit einem hart erkämpften 9:4 Punktsieg über Anton Hochalter zwei wertvolle Mannschaftspunkte. Und als dann Routinier Stefan Müller den Salzgitterer Daniel Salmin nach anderthalb Minuten mit technischer Überlegenheit von der Matte schickte, führten wir zur Pause mit 10:2. Das kleine Fünkchen Hoffnung vom Anfang hatte mittlerweile Publikum und Mannschaft voll entflammt. Und es ging weiter. Jan Rotenburg legte mit einem 9:1 Punktsieg über Bert Löper nach und als Mathias Jahn 28 Sekunden vor Kampfende gegen Alessio Lapolla ebenfalls den Sack zumachte und unseren Gast mit technischer Überlegenheit besiegte, war die Spannung kaum noch zu ertragen. Denn unser Gegner hatten mit Islam Djabrailov und Quasim Rezai noch seine beiden Hochkaräter in der Hinterhand. Und so musste Thomas Ferchland im vorletzten Kampf des Abends gegen Djabrailov eine bittere 0:16 Niederlage einstecken. Salzgitter hatte damit auf 17:6 verkürzt und hätte mit einem Punktsieg im letzten Kampf mit acht Punkten Differenz alle Träume des MSV begraben können. Doch dann war da ja noch Eric Richter.

Trainer Thomas Dybiona: „Wir hatten in dieser Saison so viele knappe Entscheidungen und dabei immer die Seuche am Fuß. Am Samstag haben wir unser Glück mit Leistung einfach erzwungen.“

Am nächsten Samstag reisen wir zum Hennigsdorfer RV, dem Sieger der Nordstaffel. Im zweiten Halbfinale trifft der SC Roland Hamburg auf den AC Germania Artern.