MSV90 Ringer nach Heimsieg nun Dritter

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Mit einem 17:11 Erfolg über den KAV Eisleben II haben wir den ersten Heimsieg der Saison eingefahren und uns auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben. Damit wahren wir unsere minimale Chance auf eine Halbfinalteilnahme, müssen dafür aber noch den aktuell verlustpunktfreien Tabellenführer aus Artern und den Tabellenzweiten aus Salzgitter schlagen. Das dazu jeweils unsere Bestbesetzung notwendig sein wird, offenbarte sich bei unserem Sieg am Samstag gegen den KAV Eisleben. Die Lutherstädter sind zwar aktuell Tabellenschlusslicht, aber vom sportlichen Niveau gar nicht soweit, wie es die Tabelle vielleicht vermuten lassen könnte.

So konnte Trainer Thomas Dybiona erstmals in der Saison nicht auf den verletzten Martin Rößner zurückgreifen und musste das Limit der Superleichten auch aufgrund der Kurzfristigkeit unbesetzt lassen. Da der KAV dafür die Siegpunkte einstrich, war uns ein Kampfstart mit einer Vier-Punkte-Hypothek beschert. Unser Trainer erklärt: „Es ist im Ringen leider nicht wie in anderen Mannschaftssportarten, fällt jemand aus, brauchen wir einen Ersatzmann, der auch das entsprechende Gewicht hat.“ Im Fall von Martin maximal 57 kg. Mehr als das Doppelte bringen hingegen die Superschweren auf die Waage, deren Limit bei 130 kg liegt. Dieses Duell eröffnete somit am Samstag den Kampfabend und Nico Günther servierte den rund 250 Zuschauern hier den ersten ringerischen Leckerbissen, als er den aktuellen Deutschen Meister der Kadetten und EM-Teilnehmer Emil Thiele mit einem spektakulären Brustwurf schulterte. Diesen Auftakt nach Maß ließ Same Mansouri im Limit bis 61 kg einen hochverdienten 11:0 Punktsieg gegen Christian Borgwardt folgen, 98-kg Mann Sebastian Ecklebe machte es noch deutlicher und schickte Asad Sheke nach knapp vier Minuten Kampfzeit mit technischer Überlegenheit von der Matte. In der Gewichtsklasse bis 66 kg kam dann MSV-Rekordringer Mario Ladewig zu seinem ersten Saisoneinsatz. Der mittlerweile 47-Jährige Kapitän demonstrierte erneut, wie wertvoll er für die Mannschaft ist und siegte gegen Karam Omar ebenfalls durch technische Überlegenheit. Doch dann schlug die Stunde der Gäste. Durch die Punktniederlagen von Jan Rotenburg und Mathias Jahn sowie der Schulterniederlage von Marian Babaian waren die eigentlich schon weit ins Hintertreffen geratenen Eisleber plötzlich wieder auf 11:15 herangerückt und hatten so die Chance, im letzten Kampf des Abends noch ein Unentschieden mit nach Hause zu nehmen. Einmal mehr lag die Last des alles entscheidenden Kampfes bei Thomas Ferchland, der auf Sebastian Schmidt traf. Als der Eisleber dann auch noch 3:0 nach Punkten führte, war die Spannung fast greifbar. Als es Ferchland dann gelang, gegen den sichtlich abbauenden Schmidt Wertungen zu erzielen und sich mit 6:3 in Front kämpfte, war die Stimmung in der Halle auf dem Höhepunkt. Diesen Vorsprung brachte Thomas dann auch mit der Unterstützung des Publikums sicher über die Zeit und unseren Heimsieg damit in trockene Tücher.

Am nächsten Wochenende sind wir kampffrei, bevor dann die schwere Auswärtshürde in Artern ansteht. Trainer Dybiona: „Wir nutzen die Zeit jetzt zum Kurieren der üblichen Wehwehchen und wollen dann aus den noch verbleibenden zwei Kämpfen das Maximale herausholen. Ob es am Ende reicht, kann ich nicht sagen, was ich aber sagen kann, ist, dass wir kämpfen werden!"