MSV-Ringer verlieren Krimi zum Heimdebüt

am .

Spannender hätte es bei der Premiere in unserer neuen Wettkampfhalle nicht zugehen können: Am Ende eines echten Krimis gewannen unsere Gäste aus Apolda hauchdünn mit 14:12.

Dem zahlreich erschienenen Publikum boten sich dabei zwei Kampfhälften, die unterschiedlicher eigentlich nicht sein konnten. So verließen vor dem Pausengong zunächst alle Sportler aus Apolda als Sieger die Matte. Leichtgewichtler Martin Rößner kassierte eine vermeidbare Schulterniederlage und der Superschwere Nico Günther hatte gegen den ehemaligen Auswahl- und Bundesligaringer Toni Bernhardt trotz eines passablen Auftritts am Ende auch keine Chance. 61-Kg-Mann Same Mansouri verlor im ungewohnten klassischen Stil gegen einen guten Haydar Asfhar denkbar knapp mit 2:3, der noch junge Mihail Babaian war im Limit bis 66kg praktisch chancenlos. Einzig Christian Schurig wurden die Siegpunkte zugesprochen, da sich sein Gegner verletzt hatte. So stand es zur Pause aus Sicht der Gastgeber 4:13, doch wir hatten ja noch vier heiße Eisen im Feuer. Und mit dem Auftritt von Sebastian Ecklebe gegen Nick Büchner in der Gewichtsklasse bis 86 kg nahm der Mannschaftskampf an Fahrt auf. Sebastian machte gegen einen gut eingestellten aber sich sehr passiv verhaltenen Gegner den Kampf, holte Wertung um Wertung und am Ende einen 13:1 Punktsieg. Es folgte Eric Richter, der im Limit bis 71 kg gegen Patrick Ortmann das Duell nach einem 1:5-Rückstand noch drehen konnte und am Ende mit 6:5 die Oberhand behielt. Und als danach Matthias Jahn im Limit bis 80 kg Sascha Halm auf beide Schultern beförderte, hatten wir vor dem letzten und entscheidenden Duell auf 12:13 verkürzt. Und so lag einmal mehr die Last, den alles entscheidenden Kampf bestreiten zu müssen, auf Mittelgewichtler Thomas Ferchland, der auf Omid Sayadi traf. Nach einem frühen 0:6 Rückstand für Thomas fand dieser dann aber in den Kampf und verkürzte auf 4:6. Das war nun längst nichts mehr für schwache Nerven, auf seinen Plätzen hielt es niemand. Es fielen weitere Wertungen auf beiden Seiten und als Thomas zum 8:9 herankam und kurz vor Ende noch einen Angriff startete, stand die Halle Kopf. Doch der Apoldaer konnte unter Aufbietung seiner letzten Kräfte ein Durchkommen des Magdeburgers verhindern, dem am Ende wohl nur ein paar Sekunden für die entscheidende Wertung fehlten. Und so waren es am Ende die Gäste aus Thüringen, die jubelten.

Trainer Thomas Dybiona: „Es war wie erwartet eng. Die Punkte gehen sicherlich auch etwas glücklich, aber keinesfalls unverdient an unsere Gäste. Auch wenn sich ein Sieg deutlich besser anfühlt als eine Niederlage: Das war Stimmung, das war Spannung, das war echter Ringkampfsport. Niemand wird heute sein Kommen bereut haben.“

Am nächsten Wochenende haben wir kampffrei, in zwei Wochen ist der nächste Heimkampf gegen Artern.