Saisonauftakt des Männerteams

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In unserem ersten Saisonkampf hat unsere Mannschaft beim KSV Salzgitter mit 12:18 verloren. Am Ende war es ein einziger Kampf, der letztlich den Ausschlag zugunsten der Niedersachsen gab und uns zumindest einen misslungenen Start in die Landesliga bereitete. Doch der Reihe nach.

Im Limit bis 57 kg kämpfte Martin Rößner vom MSV zwar beherzt, musste aber letztlich den Sieg dem favorisierten Gastgeber überlassen. Die ersten Siegpunkte für den MSV sollten dann bei den Superschweren folgen, Nico Günther stand hier nach einem Jahr verletzungsbedingter Wettkampfpause wieder auf der Matte. Nico startete gegen Wlad Winkler vom KSV furios und überrollte seinen Gegner beim Stand von 11:0 nach nur wenigen Sekunden förmlich, doch verlor unser 2-Meter-Mann plötzlich und auch nicht wirklich erklärbar seine Linie. Mit Macht wollte er wohl einen vorzeitigen Sieg, agierte dadurch leider überhastet und gab Wertungen ab. Nicht zuletzt waren es auch fragwürdige Entscheidungen der Kampfrichterin, die den Magdeburger letztlich völlig von der Rolle und am Ende dem vom Heimpublikum gefeierten Winkler den Punktsieg brachten. Bereits nach diesem Kampf ahnten Trainer Thomas Dybiona und Bernd Heller, dass dieser Kampfverlauf noch Folgen haben könnte. Doch zunächst machte Same Mansouri im Limit bis 61 kg einen ganz starken Kampf gegen Bilal Tajik und siegte unerwartet hoch mit 14:4 nach Punkten. MSV-Gaststarter Christian Schurig zog mit einem knappen 5:3 Punkstieg gegen einen sehr unbequem ringenden Oskar Trafala nach. Nach jeweils einem verletzungsbedingten Aufgabesieg für beide Mannschaften lag der MSV nach sechs Kämpfen mit 8:10 im Hintertreffen. Doch dann schlug die Stunde von Mittelgewichtler Eric Richter. Mit explosiven Wurftechniken punktete der Magdeburger gegen einen keineswegs schlechten Alessio Lapalla. Als Richter seinen Gegner nach knapp zwei Kampfminuten blitzsauber auf beide Schultern befördern konnte, keimte urplötzlich auch wieder die Hoffnung, hier doch nicht mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen. Zwar hatte im anschließenden unser Waleri Syrissov nach jahrelanger Wettkampfpause gegen David Lital erwartungsgemäß noch keine Chance, doch beim Stand von 12:14 aus Magdeburger Sicht vor dem letzten Kampf in der Gewichtsklasse bis 75 kg war noch alles drin. Die Last des letzten und entscheidenden Kampfes trug Thomas Ferchland, der mit Jalal Partoyjamal auf einen physisch sehr starken Gegner traf. Doch da der Salzgitterer zuvor noch ein paar Kilo Gewicht abgekocht hatte, hoffte man auf Magdeburger Seite auf einen konditionellen Einbruch des Heimkämpfers. Und als Ferchland, nach Punkten im Hintertreffen liegend in der zweiten Kampfhälfte seinerseits erste Wertungen erzielte, schien dieser Plan zu funktionieren. Thomas brachte dann seinen Gegner sogar in die gefährliche Lage und es hätte spannender nicht sein können. Doch mit dem Risiko, hier alles auf eine Karte setzen zu müssen, gelang dem Salzgitterer aus dieser Position eine Kontertechnik, die letztlich das Ende aller Siegträume der Magdeburger bedeutete.

Trainer Thomas Dybiona: „Das war nicht das erste Mal, dass wir einen Saisonauftakt vergeigen, zudem war unser Gegner kein anderer als der letztjährige Vizemeister. Jetzt heißt es, die gemachten Fehler schleunigst abzustellen und den Blick auf den nächsten Kampf zu richten.“ Am kommenden Wochenende sind wir Gast beim KSV Eisleben, bevor dann am 5. Oktober der erste Heimkampf gegen die Kampfgemeinschaft Apolda/Sömmerda stattfindet.