MSV 90 krönt tolle Saison mit Titelgewinn

am .

Unsere Männermannschaft hat die Meisterschaft in der Landesliga gewonnen und den Titel nach dem vierten Platz im vergangenen Jahr wieder zurück an die Elbe geholt. Vorausgegangen war dem ein in einem denkwürdigen Finale hart erkämpfter 15:9 Sieg im Rückkampf gegen den KSV Salzgitter. In der Woche zuvor hatten wir bereits den Hinkampf bei den Niedersachsen mit 17:14 gewonnen.

Etwa 400 Zuschauer fanden am Samstag den Weg in die altehrwürdige Sporthalle in der Bodestraße, die aufgrund bevorstehender Sanierungsarbeiten vorerst das letzte Mal Austragungsstätte für unsere Heimkämpfe gewesen ist. Doch das alte Gemäuer durfte noch einmal eine Sternstunde des Ringkampfsports erleben und war vielmehr ein Event-Tempel als eine biedere Sportstätte. Professionelle Tanzdarbietungen und eine Laser- und Feuershow als Rahmenprogramm, ein Trommler der ordentlich einheizte und Fanfaren, die an Stadionatmosphäre erinnerten, und vor allem ein mitgehendes Publikum sorgten für fantastische Stimmung. Und die wandelten unsere Männer in Leistung um. Den Zuschauern boten sich Kämpfe, die an Spannung nichts offenließen und Emotionen, die auch schon mal kurz vorm Überkochen waren. All dies macht diesen Abend unvergesslich und zeigt, dass sich das Mannschaftsringen in der Landeshauptstadt mittlerweile zu einer gut besuchten und gefragten Sportveranstaltung etabliert hat. Den Hauptgrund dafür liefern natürlich die Sportler, die sich im Mattenrund ihrem Gegner stellen und sich zum Teil völlig verausgaben. Je nachdem, wie stark der Gegner ist. Unser Finalgegner aus Salzgitter war es in jedem Fall. Die hatten noch einmal alles auf die Beine gestellt, um bei uns doch noch nach dem Titel greifen zu können. Und der Start verlief aus Sicht der Gäste auch verheißungsvoll, da deren Nachwuchstalent Lasse Schuldt Martin Rößner vom MSV vorzeitig besiegen konnte. Doch danach brachten Christian Schurig, Same Mansouri, Sebastian Ecklebe und der wieder genesene Juri Baron mit ihren Siegen den MSV zurück in die Spur. Mit Ausnahme des Kampfes von Same, der technisch brillierte und klar mit 16:2 nach Punkten gewann, standen alle anderen Duelle Spitz auf Knopf und waren bis zur letzten Sekunde an Spannung kaum zu überbieten. Doch mit der lautstarken Unterstützung des Magdeburger Publikums gelang es, vielumjubelt die hart erkämpften Siegpunkte einzufahren. Jemanden hier hervorzuheben fällt schwer, jeder gab alles, kämpfte für die Truppe und ging bis ans Äußerste. Das unterstreicht, welches enorme Zusammengehörigkeitsgefühl bei uns herrscht und wie jeder bereit ist, für die Mannschaft bis an die eigenen Grenzen zu gehen. Und wenn es nicht anders geht, auch noch ein Stück darüber hinaus.

Da unsere Gäste kurzfristig auf ihren 86-kg-Mann verzichten mussten und dadurch für Eduard Hochhalter keinen Gegner aufbieten konnten, führten wir zwischenzeitlich mit 12:4. Die Rechnerei begann, offenbarte aber, dass es bei noch drei ausstehenden Kämpfen noch nicht reichte. Aber nachdem Thomas Ferchland gegen den Spitzenringer der Gäste Islam Djabraolov nur eine Punktniederlage zuließ und Marco Gebhardt nach gutem Kampf ebenfalls nur knapp verlor, war uns der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen und bei Trainern und Sportlern brachen die Dämme. Und im Wissen um den bereits erreichten Meistertitel war es Mathias Jahn vorbehalten, mit einer wahren Gala-Vorstellung im schönsten Kampf des Abends mit einem 14:6 Punktsieg über Ajub Usmanov einen würdevollen Schlusspunkt unter eine phänomenale Saison zu setzen. Das Trainergespann Thomas Dybiona und Bernd Heller verloren sich am Ende in Superlativen und wussten nicht so recht, wen sie als erstes in den Arm nehmen sollten. „Es fällt mir schwer zu beschreiben, was mir meine Sportler, unsere vielen Helfer und Unterstützter und vor allem unser Publikum in der gesamten Saison über gegeben haben. Ich bin nur unglaublich stolz, als ein Teil dessen heute hier zu sein“, so Thomas Dybiona.

Einen besonderen Dank möchten wir auch an unsere Gäste aus Salzgitter loswerden! Ihr wart ein Super-Gegner und habt uns und euch jeweils tolle Heimkämpfe beschert. Auch wenn wir natürlich sportlich zueinander in Rivalität stehen, so pflegen wir seit Jahren eine tolle freundschaftliche Beziehung zueinander, die auch durch persönliche Freundschaften abseits der Matte ihr Fundament haben. Wir wünschen euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch und freuen uns, wenn wir nächstes Jahr wieder aufeinandertreffen. Wieder im Finale und gerne wieder mit uns als Sieger 😊 Scherz beiseite: Alles Gute für Euch, bleibt gesund und bis bald!