Männerteam mit knappem Auswärtssieg in Salzigtter

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Unsere Männermannschaft hat den Hinkampf des Liga-Finales beim KSV Salzgitter mit 17:14 gewonnen und sich eine gute Ausgangsposition für den Rückkampf am Samstag verschafft. Vorausgegangen waren dem neun Kämpfe, die alles zu bieten hatten und sowohl die Gastgeber als auch die Magdeburger in einem hitzigen und spannenden Gefecht ein Wechselbad der Gefühle durchleben ließen. Am Ende war das Trainergespann Thomas Dybiona und Bernd Heller wohl um einige Jahre gealtert, denn für schwache Nerven war dieser Abend mal wieder nichts.

Da war zunächst der Kampf von Same Mansouri. Same führte bereits nach Punkten und wurde dann durch eine Grifftechnik seines Gegners Sekunden vor dem Pausengong geschultert. Entsetzen und Sprachlosigkeit bei uns, sofort Stimmung in der gut gefüllten Halle. Und es ging weiter. Hannes Vetter punktet seinen Gegner mit großem Kampfgeist aus, Jubel bei uns. Stefan Müller wurde ausgepunktet, Salzgitter stand wieder Kopf. Christian Schurig gewann knapp gegen einen gut eingestellten Anton Hochhalter, Hassan Mousavi verlor dagegen hoch und wir gerieten mit 6:12 zur Pause ins Hintertreffen.
Das Heimpublikum war bis dahin hochzufrieden, wir rauften uns die Haare. Teamkapitän Marko Gebhardt brachte uns danach mit seinem Sieg gegen Bert Löper wieder ins Geschäft, ehe Thomas Ferchland ähnliches gelang, wie dem KSV-Ringer Lasse Schult, der im ersten Kampf unseren Same geschultert hatte.Thomas lag nach Punkten zurück und war auch nicht weit davon entfernt, selbst geschultert zu werden. Doch er konnte sich noch einmal aus dieser Lage befreien und dann kam der Kopfhüftschwung. Mit aller Urgewalt. Ansatzlos beförderte er damit seinen völlig überrumpelten Kontrahenten auf die Schultern. Emotionen, Jubelschreie und geballte Sieger-Fäuste bei uns, plötzliche Funkstille im Lager der Gastgeber. Der Wahnsinn nahm seinen Lauf, wir führten nun erstmals 14:12. Da Eduard Hochhalter zwar erwartet, aber dafür nur knapp verlor, stand es vor dem letzten Kampf 14:14. Es hing nun alles an Mathias Jahn, der mit Quasim Rezail einen ganz harten Brocken vor sich hatte. Und dieser zündete auch ein Feuerwerk und rang Matze anfangs schwindlig. 7:0 stand es bereits für den Salzgitterer, als es Mathias das erste Mal gelang, selber zu punkten. Doch wenn einer die Ruhe im Kampf selber ist und den Kampf lesen kann, dann Mathias. Zwar gab er noch weitere Punkte ab, erzielte aber nach und nach eigene Wertungen. Unser Mathias hatte nun die Schwachstellen seines in den Anfangsminuten fulminant aufringenden Gegners ausgemacht. Ein Kampf dauert sechs Minuten, das wusste an diesem Abend keiner besser als der Magdeburger, der mit jeder Sekunde dominanter wurde. Mitte der zweiten Halbzeit ging er beim Punktestand von 12:11 sensationell das erste Mal in Führung und begann nun wie ein Jäger seine Beute vor sich herzutreiben. Die Halle stand jetzt Kopf, denn unsere zahlreich mitgereisten Fans und Unterstützer machten nun richtig Stimmung und sorgten für Heimkampfatmosphäre. Am Ende siegte Mathias mit 19:11 Wertungspunkten und sicherte uns den 17:14 Auswärtssieg.

Trainer Thomas Dybiona: „Das wir am Ende hier noch gewinnen, ist das Ergebnis einer starken Leistung. Aber letztlich führen wir vor dem Rückkampf nur mit drei Mannschaftspunkten. Wie schnell die egalisiert werden können, haben uns die Kämpfe heute gezeigt. In Sack und Tüten ist hier noch gar nichts.“

Der Rückkampf im Finale der Landesliga Sachsen-Anhalt findet am kommenden Samstag um 19:00 Uhr in der Sporthalle Bodestraße statt.