Luckenwalde eine Nummer zu groß

am .

Im Hinkampf um Platz drei der Landesliga Sachsen-Anhalt ist unsere Männermannschaft beim gastgebenden 1. Luckenwalder SC mit 5:26 deutlich unter die Räder gekommen. Die Brandenburger erwiesen sich als das erwartet kampfstarke Team, zur unserer Ehrenrettung muss aber gesagt werden, dass die Niederlage in dieser Höhe etwas unglücklich ausfiel.

So hatte 98-kg-Mann Christian Schurig seinen Gegner nach einer Wurftechnik auf den Schultern. Doch Christian hatte sich noch bei Ausübung des Wurfs eine große klaffenden Kopfplatzwunde zugezogen, so dass der Kampf sofort unterbrochen werden musste. Christian musste ins Krankenhaus, sein Luckenwalder Gegner erhielt laut Regelwerk die Siegpunkte. Man darf hier getrost von Pech reden. Schmerzlich wog auch die Niederlage von Kevin Nohr, der gegen Ruslan Gregorian nach anfänglichen Unachtsamkeiten immer besser in den Kampf fand und seinen Punkterückstand nach und nach aufholte. Da Kevin gesundheitlich angeschlagen in den Kampf ging, war es hintenraus eine Kraftfrage und der Luckenwalder konnte letztlich mit einer Wurftechnik den glücklichen Sieg einfahren. Zwei Siege gelangen uns aber auch. Im Limit bis 57 kg punktete Same Mansouri den Luckenwalder Turpal Arsanov noch in der ersten Kampfhälfte aus. Ebenfalls siegreich war Stefan Müller in der Gewichtsklasse bis 61 kg, der mit 3:2 nach Punkten gegen Michel Penkert gewann. In allen anderen Kämpfen setzte es für uns dann aber größtenteils deutliche Niederlagen gegen starke Luckenwalder. Eine bemerkenswerte Leistung zeigte unser Mathias Jahn. Sein gleichaltriger Kontrahent Michel Schneider, immerhin zahlreicher Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften im Männerbereich und jahrelang in der 1. Bundeliga ringend, biss sich an Mathias die Zähne aus und kam nur sporadisch zu Punkten. Am Ende lies Mathias nur zwei Mannschaftszähler für die Gastgeber zu. In der Gewichtsklasse bis 71 kg mussten wir die Punkte kampflos abgeben. Unsere etatmäßigen Kämpfer Thomas Ferchland als auch Mario Ladewig sind gesundheitsbedingt aktuell nicht einsatzfähig, also gab es hier von uns notgedrungen ein „Gastgeschenk“ in Form von weiteren vier Punkten.

So fällt das Resümee von Trainer Thomas Dybiona auch nicht durchweg negativ aus: „Fakt ist, wir haben deutlich verloren, Fakt ist aber auch, wir haben uns unter Wert geschlagen. Für den Rückkampf sehe ich durchaus Potenzial, den Luckenwaldern das Leben noch einmal schwer zu machen. Auch wenn wir das Ergebnis vom Hinkampf nicht mehr egalisieren können, erwarte ich einen deutlich engeren Kampf.“

Das Rück-Duell mit den Brandenburgern findet am kommenden Samstag um 19 Uhr in der Sporthalle Bodestraße statt und stellt zugleich auch den Saisonabschluss dar.