MSV 90 gelingt die Revanche

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Mit einer starken kämpferischen Leistung gewann der MSV 90 mit 17:16 gegen den AC Germania Artern II in dessen Halle. Damit nahmen wir erfolgreich Revanche für die unglückliche Heimniederlage und fügten den Männern von der Unstrut zugleich die erste Saisonniederlage zu.

Doch zunächst sah alles so aus, als sollte sich unsere Pechsträhne vom letzten Kampf gegen die Kampfgemeinschaft Apolda/Sömmerda auch im Arterner Hexenkessel Unstrut-Halle fortsetzen. Von den ersten vier Kämpfen gingen drei auf Schultern für uns verloren und Artern führte bereits 12:2. Für unsere zwei Punkte sorgte der Superschwere Kevin Nohr, der seinen Dauerrivalen aus Jugendzeiten und den auch in der ersten Mannschaft ringenden Christian Mehlig erstmals überhaupt bezwingen konnte. Die Niederlagen für den MSV mussten unsere drei Leichtgewichtler Martin Rößner, Stefan Müller und Same Mansouri einstecken. Allerdings waren diese teilweise auch Resultat nicht immer nachvollziehbarer Kampfrichterentscheidungen, was die Stimmung in der Halle und am Mattenrand weiter anheizte.

Auch wenn der Kampfrichter mitnichten einen einfachen Job hat und es sich in Anerkennung dieser doch recht schwierigen Aufgabe eigentlich nicht ziert, explizit auf dessen Leistung in der Nachbetrachtung zu sprechen zu kommen, darf es aber auch nicht verboten zu sein, hier auch einmal Kritik an der Leistung des Unparteiischen zu üben. Souverän ist einfach anders und von jemanden, der so lange im Geschäft ist und auch 1. Bundesliga pfeift, darf und muss man mehr erwarten können. Mehr soll an dieser Stelle auch nicht gesagt werden und wieder zurück zum Kampf.

Es war mittlerweile das fünfte Duell des Abends und es war Sebastian Ecklebe, der das frenetisch anfeuernde Publikum erst einmal verstummen ließ und den Wendepunkt setzen sollte. Nach Punkten deutlich in Rückstand liegend, gelang ihm eine Einsteigertechnik mit der er Robin König auf die Matte förmlich auf die Matte schraubte und mit seinem Schultersieg vier wertvolle Mannschaftspunkte sicherte. So betrug der Zwischenstand 6:12 aus unserer Sicht bei noch vier ausstehenden Duellen. Und nun war endgültig unsere Stunde gekommen. Christian Schurig trat im Limit bis 86 kg gegen Marcus Winter an. Mit einer aufopferungsvollen Leistung und Mut zum Risiko gelang es Christian, das Duell vorzeitig mit technischer Überlegenheit zu gewinnen. Daran knüpfte Matthias Jahn an. Der frischgebackene Vater rang gegen einen rein defensiv eingestellten Andre Günther geduldig und hochkonzentriert. Und Sekunden vor dem Halbzeitgong hatte Matze seinen Thüringer Kontrahenten geschultert. Dann folgte der Auftritt von Thomas Ferchland. Thomas traf auf Alexander Lehmann und beide schenkten sich nichts. Aber Thomas unterstrich einmal mehr seine derzeitige Top-Form und gewann seinen Kampf souverän mit 15:3 Wertungspunkten. Damit stand unser Gesamtsieg bereits vor dem letzten Duell vorzeitig fest und es geriet so zur Nebensache, dass Thomas Henseler gegen Marco Scherf im letzten Duell des Tages eine technische Niederlage kassierte. Die Trainer Thomas Dybiona und Bernd Heller waren mit den gezeigten Leistungen zufrieden. „Das waren eine 1A-Teamleistung und zwei sehr wichtige Punkte, die wir hier mitgenommen haben. Nun gilt unsere Konzentration auf den Heimkampf gegen die KG Apolda/Sömmerda. Hier möchten und müssen wir die Niederlage vom Hinkampf wiedergutmachen.“