MSV 90 mit Auswärtsniederlage in Apolda

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Der MSV 90 hat gegen die Kampfgemeinschaft Apolda/Sömmerda mit 11:14 verloren und damit seine zweite Saisonniederlage kassiert. In der Tabelle rangieren wir nun nach der Hinrunde im Mittelfeld.

Nach dieser Niederlage muss auch das Saisonziel nach unten korrigiert werden. Waren wir zunächst nach der Niederlage gegen Artern noch optimistisch, dass sogar noch der Gruppensieg drin ist, muss es nun heißen, alles dafür zu tun, um den zweiten Platz in der Staffel einzufahren.

Doch was war passiert, warum verloren wir beim bis dahin noch sieglosen Schlusslicht? Die Antwort ist schnell gegeben: Die Kampfgemeinschaft aus Thüringen stand personell so gut wie in der gesamten Saison nicht und bei uns wogen erneut zu stark die Ausfälle der eigentlichen Stammkräfte. Und dennoch waren wir nicht von Vornherein chancenlos, es fehlte dann einfach auch etwas Glück. So hatte Martin Rößner seinen Gegner bereits geschultert, doch der Kampfrichter pfiff die Situation ab, da sie sich vermeintlich außerhalb der Kampfzone abspielte. Martin kämpfte weiter wie ein Löwe und gewann sein Duell, aber der eigentlich schon erreichte Schultersieg blieb aus. Oder das Duell von Christian Schurig gegen den Ex-Auswahl-Ringer Andre Montag. Durch eine unglückliche Einzel-Wertung kurz vor Schluss, sicherte sich der Thüringer letztlich zwei Mannschaftspunkte statt nur einem. Und so setze sich der gebrauchte Tag für uns fort. So waren die eigentlich schon längst im Ringer-Ruhestand befindlichen Maik Mensing und Maik Brauer, 42 und 41 Jahre alt, noch einmal aktiviert worden. Beide trainieren schon längst nicht mehr, zeigten aber kämpferisch starke Leistungen. Am Ende waren sie ihren Gegnern jedoch erwartungsgemäß unterlegen. Respekt und Dank aber für diese Einstellung und ihre Bereitschaft, alles für uns zu geben! Auch Same Mansouri musste eine Punktniederlage hinnehmen. Ohne die Leistung seines wirklich guten Gegners zu schmälern, war auch hier für Same ein Sieg möglich. Die Siege für uns holten letztlich Kevin Nohr, der seinen Gegner noch in der ersten Kampfhälfte ausgepunktet hatte. Jan Rothenburg gewann sein Duell mit 7:4 und für einen positiven Abschluss sorgte Thomas Ferchland, der in einem technisch sehr ansprechendem Kampf einen 6:0 Punktsieg einfuhr.
Am kommenden Samstag treten wir zum Rückrundenauftakt in Artern an. Durch den rückrundenbedingten Wechsel der Stilarten in den einzelnen Gewichtsklassen versprechen wir uns eine stärkere Besetzung. Und mit dem notwendigen Glück könnte es auch dazu kommen, dass wir nicht mit leeren Händen aus Artern zurückkommen.