Mit Ringergala zum Meisterschaftsgewinn

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Mit einem aufwendig inszenierten Ringkampfabend zum Saisonabschluss haben wir uns von unserem treuen Publikum verabschieden dürfen. Wir empfingen im letzten Kampf der Saison eine Auswahl von Ringern aus Eisleben und Wernigerode, da unser eigentlich geplanter Rückkampf gegen den SC Roland Hamburg bekanntermaßen abgesagt werden musste. Der Titel des Liga-Meisters war uns so vorzeitig am grünen Tisch zugesprochen worden, doch gerne hätten wir uns diesen auf sportlichen Weg geholt. Und dafür war auch schon jede Menge aufwendig vorbereitet. Und da wir alle einen würdigen und vor allem sportlichen Saisonabschluss haben wollten, entstand in einer Art Krisensitzung die Idee, einen Freundschaftskampf gegen eine Auswahl von Sportlern aus unserem Land zu organisieren. Und hier zeigte sich einmal mehr, dass wir mit dem KAV Eisleben und dem Wernigeröder SV nicht nur die Sportart teilen, sondern dort auch echte Freunde haben. Ohne zu zögern und trotz bereits beendeter Saison traten die Eisleber noch einmal als Team bei uns an und wurden dabei von den genauso hilfsbereiten Wernigerödern als Team komplettiert. Dafür können wir uns nicht genug bedanken und denken, dass uns dieser Tag insbesondere auch vor diesem speziellen Hintergrund noch einmal spürbar näher zusammengebracht hat. Danke KAV Eisleben, danke Wernigeröder SV! Der Kampfausgang geriet so natürlich zur Nebensache, vielmehr wurde den erneut zahlreich erschienenen Zuschauern ein Familien-Event der Extraklasse geboten. Zunächst kämpften die Kleinsten. Etwa 40 unserer jüngsten Nachwuchskämpfer nahmen am Weihnachtsringen teil und verzückten mit ihrem zum Teil schon beachtlichen Können Eltern, Geschwister und Großeltern. Am Ende bekam jeder eine Teilnahme-Medaille und vom Weihnachtsmann die eine oder andere süße Nascherei samt eines schicken MSV-Turnbeutels.

Anschließend fand der Kampf der Männer statt, der mit Lasershow, tänzerischen Darbietungen einer Formation des Dance-Komplexx und musikalischen Auftritten der Sax´n Anhalt VIP Band umrahmt wurde. Das wiederum beflügelte die Kämpfer und servierten den Anwesenden noch einmal den einen oder anderen ringerische Leckerbissen. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte dabei das eingeschobene Geschwisterduell Stephan Selmaier gegen Maria Selmaier. Die Olympiateilnehmerin von Rio ließ ihrem älteren Bruder, der allerdings ein paar Kilo weniger Gewicht auf die Waage bringt, keine Chance und siegte mit 9:0 nach Punkten.

Den Mannschaftskampf, der aufgrund der zahlreich erschienenen Sportler aus elf statt der üblichen neun Einzelduelle bestand, gewann letztlich der MSV 22:12. Unser Trainer Thomas Dybiona: „Wir haben eine außergewöhnliche Saison erlebt. Eigentlich waren wir sportlich schon erledigt, doch mit einer famosen Rückrunde haben wir es hauchdünn dann noch ins Halbfinale geschafft. Und hier waren wir hellwach und haben eindrucksvoll abgeliefert. Was dann kam ist bekannt und soll unsere Freude über den Titelgewinn nicht trüben. Nach diesem tollen Tag heute und dank unserer Gäste steht unser Sport wieder ganz oben.“