MSV-Ringer erfolgreich bei Veteranen-WM

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Thomas Dybiona holt Silber, Sebastian Ecklebe Bronze!
Ein zweiter Platz für Thomas Dybiona, die Bronzemedaille für Sebastian Eckleben und ein fünfter Platz für Evo Patcharazov sind die tolle Ausbeute der MSV-Ringer bei den Veteranenweltmeisterschaften 2019 in Georgien.

Zu den Welttitelkämpfen südlich des Kaukasus waren Sportler aus rund 30 Nationen angereist - aufgrund der geografischen Lage Georgiens in diesem Jahr überdurchschnittlich viele Sportler aus den anliegenden großen Ringernationen wie Russland, Türkei, Armenien, Ascherbaidschan, Kasachstan, Iran oder Mongolei. Neben weiteren zahlreichen europäischen Nationen komplettierten Ringer der USA, Indien oder auch Japan das Teilnehmerfeld.

In seinem ersten Kampf traf Thomas Dybiona, bis 130 kg in der Altersklasse D im freien Stil startend, auf einen Kasachen, den er sicher mit 6:0 nach Punkten besiegen konnten. Knapper wurde es in der zweiten Runde, als er den Iraner Salmani mit 1:0 besiegte. Hier verletzte sich der Magdeburger am Brustbein, so dass er gehandicapt in das Duell mit dem Mongolen Damiran gehen musste. Da er jedoch den Halbfinaleinzug bereits sicher hatte, rang der Magdeburger mit Blick auf das entscheidende nächste Duell taktisch, das mit 6:0 Punkten an den Mongolen ging. Im Halbfinale gegen einen weiteren Iraner holte Dybiona dann noch einmal alles aus sich heraus und sicherte sich mit einem 6:3 Punktsieg den Finaleinzug. Doch nun hatte sich die zuvor erlittene Verletzung so weit verschlimmert, dass der Magdeburger nicht mehr zum Kampf um Gold antreten konnte und schließlich mit der gesicherten Silbermedaille das Turnier beenden musste.

Für eine weitere Magdeburger Medaille sorgte Sebastian Ecklebe. Als Starter in der Altersklasse A bis 88 kg Freistil begann für ihn das Turnier mit einem Freilos, bevor er in Runde zwei auf den Amerikaner Robert Medeiros traf. Leider verlor Sebastian hier knapp nach Punkten. Da sich aber sein Gegner bis in das Finale vorkämpfte, blieb Sebastian die Möglichkeit, über die Hoffnungsrunde Bronze zu erkämpfen. Und so kam es: Im alles entscheidenden Kampf behielt er mit 6:3 gegen den Russen Shebzukhov die Oberhand und sicherte dem MSV das zweite Edelmetall!

Kurz vor dem Gewinn einer Medaille stand auch MSV-Ringer Evo Patcharazov. Nach zwei klaren Siegen über zwei Kasachen scheiterte er im Halbfinale leider gegen einen Italiener. Den anschließenden Kampf um Bronze gewann dann sein Kontrahent aus der Türkei. Am Ende bedeutete dies den fünften Platz.

Für Thomas Ferchland hingegen kam in der zweiten Runde das Aus. Nach einem starken 3:0-Auftaktsieg gegen den Türken Turgal Sivri fand er im zweiten Kampf gegen den US-Amerikaner Jordin Humphrey keine Mittel und verlor technisch. Da dieser das spätere Finale knapp verpasste, war damit das Aus für Thomas besiegelt. Das gleiche Schicksal ereilte auch Mario Ladewig. Mario gewann sein Auftaktmatch souverän gegen den US-Amerikaner Gainey, musste dann aber eine recht unglückliche Punktniederlage gegen den Iraner Hodai hinnehmen. Da der Iraner in seinem nächsten Kampf nach Führung am Ende aber dann doch am späteren Weltmeister scheiterte, bedeutete das für Mario ebenso das vorzeitige Ausscheiden. Am Ende kann aber durchweg ein sehr positives Fazit gezogen werden. Jeder Ringer des MSV 90 hat mindestens einen Kampf gewonnen – und das bei einer Weltmeisterschaft!! Darüber hinaus errangen wir sogar zwei Medaillen, das ist ein Novum in unserer Vereinsgeschichte. Der MSV 90 hat somit das sportliche Geschehen bei der WM durchaus mitbestimmt und darauf dürfen insbesondere unserer Starter, aber letztlich alle im Verein, stolz sein!